Amazon-Buybox: Die wichtigsten Kriterien im Überblick - Kadelo

Amazon-Buybox: Die wichtigsten Kriterien im Überblick

Amazon-Buybox: Die wichtigsten Kriterien im Überblick

Warum kommt es eigentlich vor, dass einige Produkte auf Amazon in der Buybox angezeigt werden, während andere nicht dort zu sehen sind? Die einzelnen Kriterien, die darüber entscheiden, welche Angebote in die Buybox kommen, sind einige der bestgehüteten Geheimnisse des Onlineshopping-Giganten. Denn der Algorithmus von Amazon entscheiden nach festgelegten Merkmalen und Kriterien, welche Händler für die Buybox infrage kommen. Im folgenden Artikel beleuchten wir die Amazon-Buybox von allen Seiten und gehen auf die einzelnen Buybox-Kriterien im Detail ein.

Was ist die Buybox?

Das Begriff Buybox ist englischen Ursprungs und bedeutet in die deutsche Sprache übersetzt so viel wie Einkaufswagenfeld. Im Kontext des Onlineriesen Amazon handelt es sich bei der Buybox um einen auffälligen gelben Kasten, der mit der Aufschrift „in den Einkaufswagen legen“ versehen ist. Die Buybox wird auf jeder Produktdetailseite auf prominenter Stelle angezeigt, sodass sie stets eine hohe Sichtbarkeit des Angebots des jeweiligen Händlers gewährleistet und sich äußerst positiv auf die Optimierung der Verkaufszahlen auf dem Marktplatz auswirkt. Aktuellen Statistiken zufolge finden hier bis zu 90 Prozent aller Verkäufe statt. Angesichts dieser Zahlen setzen sich viele Online-Händler auf Amazon zum eigentlichen Ziel, das eigene Angebot in dem kleinen gelben Feld auf der Produktdetailseite zu platzieren, um nicht nur konkurrenzfähig zu bleiben, sondern auch Umsätze zu steigern. Im Folgenden schauen wir uns die wichtigsten Kriterien bei der Vergabe der Buybox-Anteile genauer an.

1. Die Versandmethode

Um eine zuverlässige und schnelle Lieferung gewährleisten zu können, müssen alle Abläufe, die sich auf den Verkauf beziehen, exakt aufeinander abgestimmt sein. Eine solche Optimierung nimmt in der Regel relativ viel Zeit und Geld in Anspruch. Du als Online-Händler weißt, welche Prozesse rund um die Bestellung verwickelt sind und wie viel Arbeit benötigt wird, um die Bestellung möglichst effizient zu bearbeiten:
– Lagerung
– Kundenservice
– Verpackung
– Artikelzusammenstellung
– Warenwirtschaft
– Versand
Je schneller diese einzelnen Prozesse erledigt werden, umso schneller kann der Versand starten. Dies wirkt sich selbstverständlich äußerst positiv auf die Zufriedenheit Deiner Kunden aus und somit hast Du auch eine bessere Chance, dass Deine Artikel in der Buybox angezeigt werden.

2. Der Endpreis

Es kommt immer wieder vor, dass Amazon-Seller bei der Preisgestaltung den End- mit dem Produktpreis verwechseln. Du solltest Dir bewusst sein, dass sich der Endpreis aus dem Produktpreis zuzüglich Versandkosten zusammensetzt. Der Endpreis wird automatisch von Amazon errechnet und die Angebote werden in der Buybox in der entsprechenden Reihenfolge angezeigt. Der niedrigste Pries hat in vielen Fällen den höchsten Anteil in der Amazon-Buybox. Das liegt jedoch nicht nur an dem Preis, sondern auch an der Konsolidierung einer Vielzahl weiterer Kriterien, an denen sich erkennen lässt, welcher Amazon-Seller zudem das beste Kauferlebnis bereitstellt. Offiziellen Aussagen von Amazon sollte der Preis so niedrig wie möglich sein. Tatsächlich geht es hier allerdings in erster Linie um das Preis-Leistungs-Verhältnis. Du solltest also keinesfalls versuchen, mit einem niedrigen Preis die anderen Metriken auszugleichen.

3. Die Versanddauer

Je schneller Du Deine Artikel versenden kannst, umso besser sind die Bewertungen und die damit verbundenen Chancen auf die Platzierung Deiner Produkte in die Buybox. Obwohl für eine Qualifizierung in die Buybox eine Versanddauer von bis zu 14 Tagen infrage kommt, wirst Du damit sicherlich keinen Platz bekommen. Deine Versanddauer sollte nicht länger als zwei Tage in Anspruch nehmen, um das Einkaufswagenfeld für sich zu gewinnen. Die Lieferzeiten hängen allerdings stark von der Produktkategorie ab. So sind beispielsweise Smartphones und Armbanduhren schnell verpackt und versendet. E-Fahrräder oder Möbelstücke benötigen hingegen mehrere Tage, um bei dem Käufer anzukommen.

4. Die Abbruchrate vor Auftragsabwicklung

Bei der Stornorate vor Auftragsabwicklung handelt es sich um einen wichtigen Indikator, der einen maßgeblichen Einfluss auf die Performance von Amazon-Sellern hat. Hierzu gehören ausschließlich Stornierungen, die von dem Verkäufer initialisiert werden. Diesem Wert kommt deshalb eine so bedeutende Rolle zu, da er ein wichtiger Hinweis für das Bestandsmanagement des jeweiligen Online-Händlers ist. Die Stornorate wird als eine Prozentangabe angezeigt und bezieht sich generell darauf, wie viele Bestellungen der Verkäufer in einem Zeitraum von sieben Tagen storniert hat. Die Abbruchrate vor Auftragsabwicklung bezieht sich jedoch nur für Bestellungen, die von dem Seller in Eigenregie versendet werden.

5. Die Rate an Bestellmängeln

Die Rate an Bestellmängeln wird direkt von folgenden Kriterien beeinflusst:
– negative Bewertungen
– servicebezogene Kreditkartenrückbuchungen
– A-bis-Z-Garantieanträge
Konkret bedeutet das, dass eine Bestellung mit einem A-bis-Z-Garantieantrag, einer schlechten Bewertung oder einer Kreditkartenrückbuchung von Amazon als Bestellmangel aufgefasst wird. Deine Rate an Bestellmängeln wird als Prozentangabe angezeigt und bezieht sich auf alle Bestellungen der vergangenen 60 Tage.

6. Die Quote verspäteter Lieferungen

Der Onlineshopping-Gigant hat mit Amazon Prime in Bezug auf viele Merkmale einen Standard beim eCommerce-Versand geschaffen. Der Amazon-Kunde erwartet, dass seine Bestellung schnell und pünktlich ankommt. Hinzu kommt, dass sich viele Kunden an den voraussichtlichen Lieferterminen orientieren. Falls diese nicht eingehalten werden, sind Kunden schnell frustriert und von Amazon enttäuscht. Dies führt in vielen Fällen zu negativen Bewertungen und Garantieanträgen, die Du unbedingt verhindern solltest. Die größten Probleme beim Versand aus dem eigenen Lager sind die manuellen Prozesse, die zusätzlich Zeit in Anspruch nehmen. Aus diesem Grund solltest Du versuchen, manuelle Prozesse mit den entsprechenden Tools zu automatisieren. Hierzu gehören manuelle Prozesse wie:
– Auftragsbearbeitung im Backoffice
– Drucken von Versandlabels und Pack- und Picklisten
– Versandbestätigung
Darüber hinaus kommt es immer wieder vor, dass starke Fluktuationen bei den Mitarbeitern im Warenlager Probleme bereiten. Aus diesem Grund solltest Du auch hier auf die Optimierung der Prozesse setzen und dabei stets auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter achten. Denn ein gut eingespieltes und motiviertes Team ist der beste Garant für einen schnellen und unkomplizierten Warenversand.

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