Wie fügt man nachträglich Produktvarianten bei Amazon zusammen? - Kadelo

Wie fügt man nachträglich Produktvarianten bei Amazon zusammen?

Wie fügt man nachträglich Produktvarianten bei Amazon zusammen?

Children mit der Lagerbestandsdatei anlegen

In diesem Artikel erklären wir dir, wie du in der Amazon Seller Central aus einem Produkt ohne Varianten ein Produkt mit Varianten erstellst. Du solltest deine Produkte bereits im Katalog angelegt haben, damit du der folgenden Anleitung Schritt für Schritt folgen kannst. Lege hierzu sowohl das übergeordnete Produkt als auch sämtliche untergeordnete Produktvarianten einfach als eigenständige Produkte an.

Schritt 1: Die Lagerbestandsdatei herunterladen

Auf die richtige Seite navigieren

Gehe in der Amazon Seller Central unter „Katalog“ auf „Produkt hinzufügen“. Hier kannst du auf der linken Seite ein neues Produkt hinzufügen oder rechts davon unter „Mehrere Produkte auf einmal hochladen“ auf verschiedene Links klicken. Klicke hier auf „Lagerbestandsdatei herunterladen“. Du gelangst auf die Seite „Mehrere Artikel hochladen“ und befindest dich im ersten Reiter namens „Lagerbestandsdatei herunterladen“.

Browse Node auswählen

Hier findest du ein Suchfeld, in dem du die Browse Node, also den Pfad bis hin zur konkreten Kategorie, in der dein Produkt gelistet ist, eingeben kannst. Suche nach der eindeutigen Browse Node und wähle sie anschließend aus.

Lagerbestandsdatei herunterladen

Als nächstes wählst du die Art der Vorlage aus. Klicke auf „erweitert“ und anschließend auf „Vorlage erstellen“. Jetzt kannst du die Lagerbestandsdatei für alle Produkte, die der ausgewählten Browse Node entsprechen, herunterladen und mit Excel oder einschlägigen Programmen bearbeiten.

 

Schritt 2: Mit der Lagerbestandsdatei zurechtkommen

Gültige Werte kennenlernen

In der nun heruntergeladenen Excel-Tabelle findest du ein Tabellenblatt mit dem Namen „gültige Werte“. Hier kannst du sehen, welche Optionen du in den Feldern hast, in denen kein Freitext oder konkrete produktbezogene Daten wie etwa die EAN gewünscht sind. Im Feld für die möglichen Produktvariationen siehst du hier zum Beispiel eine Menge Optionen wie etwa Farbe, Größe oder Anzahl. Wenn du im Folgenden nicht weißt, was du wo eintragen möchtest oder wenn du Fehlermeldungen erhältst, kannst du dich im Tabellenblatt „gültige Werte“ orientieren.

Partielle Aktualisierung auswählen

Im farblichen Abschnitt „Grundlegende“ musst du in der Spalte „Update / Löschen“ unbedingt die „partielle Aktualisierung“ wählen. Wenn man das nicht machst, würden alle leeren Felder der Datei beim Upload auch bei den Produkten übernommen. Das heißt, dass bereits bestehende Informationen einfach gelöscht würden. Bei der partiellen Aktualisierung werden Werte der Felder, die in der Excel-Tabelle leer sind, einfach ignoriert. Wenn wir Produktvariationen nachträglich hinzufügen wollen, wollen wir aber nur das überschrieben, worin Änderungen vorgenommen wurden. Der Rest soll gleichbleiben.

 

Schritt 3: Parents durch partielle Änderungen erzeugen

Ins Tabellenblatt „Vorlagen“ wechseln

Gehe nun in das Tabellenblatt „Vorlagen“. Hier kannst du deine tatsächliche Lagerbestandsdatei editieren. Die Kategorie deiner Produkte ist bereits voreingefüllt, da du die Browse Node zuvor angegeben hast.

Parent festlegen

In Spalte B kannst du den Parent, also das übergeordnete Produkt, dem du Produktvariationen (Children) hinzufügen möchtest, festlegen. In den folgenden Spalten trägst du Hersteller-Barcode, Produktname und weitere Details ein. Wenn etwas, das zwingend erforderlich ist, nicht vollständig ausgefüllt ist, wirst du im Anschluss eine Fehlermeldung erhalten – du kannst also keine fehlerhafte Lagerbestandsdatei in deinen Katalog übernehmen und veröffentlichen.

Produktvariations-Art festlegen

Im Bereich „Variationen“ (roter Bereich) in dieser Excel-Tabelle findest du unter Variantenbestandteil die Möglichkeit, Parent oder Child anzugeben. Trage hier „Parent“ für dein übergeordnetes Produkt ein. In den folgenden Spalten wird angegeben, wodurch sich die verschiedenen Produktvariationen unterscheiden. Hier legst du sozusagen die Kategorie ein, innerhalb derer sich später die einzelnen Produktvarianten bewegen. Wählst du hier beim Parent „Color_Name“, so kannst du bei den einzelnen Produktvariationen dann beispielsweise „grün“, „blau“ und „rot“ eintragen.

 

Schritt 4: Children durch partielle Änderungen erzeugen

Details der Produkte eintragen

Damit du nachträgliche Produktvariationen bei Amazon zusammenführen kannst, brauchst du die SKU aus der Seller Central. Gib für jedes Child wie gewohnt die EAN sowie die Browse Node ein.

Children definieren

Im Abschnitt „Varianten“ unter „Variantenbestandteil“ gibst du „Child“ ein. In der Spalte danach trägst du die Parent-SKU ein. Diese Item-SKU muss hier stehen, damit der Amazon Katalog später weiß, wovon dieses Produkt ein Child ist. Nur mit der korrekten SKU kannst du Produktvariationen dem übergeordneten Produkt zuordnen.

Konkrete Produktvariationen definieren

Die Art der Produktvariationen hast du zuvor für das Parent-Produkt im roten Bereich „Variationen“ bestimmt. Weiter hinten in der Excel-Datei findest du den grün markierten Bereich. Er heißt „Artikelerkennung“. Hier suchst du nach der Spalte, die der Varianten-Art des Parents entspricht, und trägst die Variante des Childs ein. Diese Eintragung ist ein Freitext. Es gibt keine gültigen oder ungültigen Werte.

Artikelzustand nicht vergessen!

Wichtig ist, dass du für jedes Child zusätzlich den Artikelzustand hinterlegst, ansonsten gibt es später eine Fehlermeldung und du musst das nachholen.

 

Schritt 5: Die Lagerbestandsdatei aktualisieren

Auf die richtige Seite navigieren

Nun kannst du wieder zurück zu Amazon in die Seller Central gehen. Du hast die Lagerbestandsdatei heruntergeladen und willst sie jetzt wieder mit den Änderungen hochladen und deine Produkte nachträglich partiell verändern, sodass Produktvariationen entstehen.

Dafür scrollst du in der Seller Central wieder nach oben, bis du wieder die Überschrift „Mehrere Artikel hochladen“ siehst. Du befindest dich noch immer im ersten Reiter namens „Lagerbestandsdatei herunterladen“, gehst nun aber auf „Lagerbestandsdatei hochladen“.

Test-Uploads durchführen

Amazon zeigt dir hier zwei nahezu identische Formulare an. Zum einen „Schritt 1: Überprüfen Sie Ihre Datei“. Hier kannst du deine Lagerbestandsdatei probeweise hochladen, ohne dass du deinem Katalog Produkte hinzufügst. Diese Upload-Funktion dient nur dem Test und kann beliebig oft wiederholt werden.

Lagerbestandsdatei hochladen

Zum anderen gibt es das zweite Formular mit der Überschrift „Schritt 2: Datei hochladen“. Hier kannst du deine Datei auswählen und hochladen. Wichtig: Trage bitte deine E-Mail-Adresse ein. Denn beim ersten Versuch kommen mit Sicherheit Fehlermeldungen darüber, welche Felder falsch sind oder wo etwas fehlt. Diese Fehlermeldungen bekommst du automatisch per E-Mail und kannst ihnen Schritt für Schritt in der Lagerbestandsdatei nachgehen.

Ist deine Datei fertig und fehlerfrei, kannst du sie final hochladen.

Ergebnis im Katalog betrachten

Oben im Menüband der Amazon Seller Central klickst du nach erfolgreichem Upload ohne Fehlermeldungen auf „Katalog“. Es öffnet sich die Seite „Lagerbestand verwalten“. Hat alles geklappt wie gewünscht, siehst du nun deine Parent-SKU mit Ausklapp-Symbol (Pfeil nach unten) daneben und darunter die Produktvariationen, die du in der Lagerbestandsdatei als Child angelegt hast.

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